Zeitungsbericht zum Jahreswechsel

Landfrau sein

Das ganze Jahr haben wie unsere Äcker, Gärten und unser Daheim gehegt und gepflegt. Es bedingte eine gute Vorbereitung, damit die Früchte der Erde gedeihen konnten. Jetzt, am Ende des Jahrts ruhen die Felder und Pflanzen. In dieser geruh-samen Zeit bleibt mir Zeit den Erinnerungen als Präsidentin des VSL nachzuhängen. Wie in den Gärten und Äckern habe ich in «meiner» Zeit Beziehungen aufgebaut, gepflegt, viele interessanten Menschen kennengelernt, Freundschaften geschlossen und vor allem profitiert von all den herzlichen Kontakten. Von den Landfrauen bin ich beeindruckt. Die Rolle der Frauen uns insbesondere der Bäuerin ist doch etwas komplizierter als oft in den Medien dargestellt. Die Auf-gaben werden ganz unterschiedlich interpretiert. Es ist wichtig, dass jede Frau und Familie ihren eigenen Weg zum Glück geht. Man-chen liegt es in den Familien auf den Betrieben und in den örtlichen Sektionen zu organisieren. Andere setzten Ihr Können in der Selbstversorgung um, andere sind stark in den Landwirtschaftsbetrieb eingebunden oder sie gehen ihrer ursprüngli-chen Tätigkeiten nach. Landfrauen haben viele Talente und schaffen den Spagat zwischen Familie, Bauernbetrieb oder Beruf. Sehr viel gelernt und motiviert haben mich auch die Sitzungen und Konferenzen mit Landfrauen und Bäuerinnen aus der ganzen Schweiz. Der Austausch und Einblick in die Organisation und Einsatzbereiche der Landfrauen in anderen Kantonen gaben mit immer wieder Mut und Freude verschiedenste Dinge in Angriff zu nehmen. Der schweizerische Bäuerinnen und Landfrauenverband setzt sich auf verschiedenen Eben engagiert für die Frauen ein. Als Berufsverband organisiert er die Ausbildung der Bäuerinnen und nimmt aus Ihrer Sicht Stellung zu agrarpolitischen Vernehmlassungen. Ein wichtiger Teil im letzten Jahr war der Einsatz für die Abstimmungskampagne für die Ernährungssicherheit. Viele Frauen haben sich für den Schutz gesunder, regionaler und nachhaltiger Le-bensmittel eingesetzt. Der SBLV vertritt die Interessen von Frauen und Familien vom Land dafür pflegt der Vorstand und die Kommissionen guten Kontakt zu Parlamentarierinnen und Parla-mentariern. Im letzten Jahr ist eine wichtige Plattform «Hilfe und Unterstützung» ent-standen. Auf diese Plattform finden Menschen die Hilfe suchen Ansprechpersonen in Ihren Regionen. Auch das Thema Ernährung und Hauswirtschaft ist für Landfrauen und Bäuerinnen ein wichtiges Thema. Mit dem Projekt Swiss Tavolata ermöglichen wir Gästen einen Einblick in unsere regionalen Spezialitäten und Küchen. So vielfältig wie unsere Gärten und Ernten sind unsere Frauen. Ich bin stolz auf alle und Blicke gern zurück. Vielen Dank für die wertvollen Begegnungen und die gute Zusammenarbeit.

Rahel Brütsch-Brügel Ende Dezember 2017

Rahel Brütsch